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Foren der Konferenz

In neun Fachforen sowie in Themeninseln und offenen Angeboten diskutierten die 250 Teilnehmenden der Konferenz "Politik für, mit und von Jugend" aktuelle jugendpolitische Themen und Herausforderungen mit zahlreichen Expertinnen und Experten. Wir danken allen Beteiligten herzlich für ihre Beiträge!

Forum 1: Jugendpartizipation ist vielfältig! – Formate und Formen von Jugendbeteiligung

Forum 1: Jugendpartizipation ist vielfältig! – Formate und Formen von Jugendbeteiligung

Die Methoden und Ansätze der Jugendbeteiligung wurden in den vergangenen Jahren auf unterschiedlichsten Ebenen nachgefragt und weiterentwickelt. Themen wie digitale Jugendbeteiligung, die Verschränkung von Jugendbeteiligung mit politischen Gremien und die Begleitung der EU-Jugendstrategie bieten Anlässe zur kritischen Reflexion über die Leistungen und Limitierungen von Jugendbeteiligung. Im Forum werden aktuelle Ansätze und Herausforderungen reflektiert und miteinander in Bezug gesetzt, um der Vision einer echten Jugendbeteiligung an Politik und Gesellschaft näher zu kommen.

Inputs und Diskussion:

  • Ann-Kathrin Fischer (Projektkoordinatorin der Werkstatt MitWirkung/Deutscher Bundesjugendring)
  • Sebastian Schiller (Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung, Deutsches Kinderhilfswerk)
  • Isgard Walla (Projektleiterin von jugend.beteiligen.jetzt, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

Moderation: Nils Rusche (Referent an der Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“)

Forum 2: Macht abgeben, Wissen teilen, Strukturen verändern – Gelingensbedingungen von Jugendbeteiligung

Im Peer-Learning-Prozess „Jugendgerechte Kommune“ haben 16 Kommunen in ganz Deutschland sich auf diesen Weg begeben und in Bündnissen zwischen Akteuren aus Politik, Verwaltung und Jugendarbeit sowie Jugendlichen vor Ort in den Blick genommen, wie ihre Kommune besser auf die Bedürfnisse junger Menschen eingehen kann. Wie kann Jugendgerechtigkeit gelingen? Welche Bedingungen müssen dafür vorliegen? Welche Akteure sollten mit an Bord sein? Wie können Ergebnisse festgehalten, wie Prozesse optimiert werden? Wie haben die 16 Referenzkommunen das ganz praktisch gelöst und wie können die anderen knapp 11.000 Kommunen in Deutschland davon lernen, auch wenn eben keine Kommune der anderen gleicht? Das Forum stellt die Ergebnisse des Prozesses vor und lädt zur Diskussion mit Vertreter/-innen aus Politik, Verwaltung, Jugendarbeit und mit Jugendlichen ein.

Inputgeberin: Dr. Anna Grebe (Referentin an der Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft)

Diskutant/-innen:

  • Dr. Anna Grebe (Referentin an der Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“)
  • Graiswin Kattoor (Jugendhilfeplanerin für die Stadt Trier)
  • Maximilian Protzner (Mitglied im Jugendparlament Leipzig)
  • Jürgen Schattmann (Gruppenleitung im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen)
  • Thomas Schorcht (Sozialdezernent im Landratsamt Sömmerda)

Moderation: Volker Rohde (Geschäftsführer der BAG Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen)

Forum 3: Kein Handyempfang, aber gute Luft? – Junge Lebenswelten auf dem Land

Wir werden weniger, älter und vielfältiger. Spürbar verändert der demografische Wandel viele Dörfer. Was brauchen junge Menschen, damit sie bleiben und ihr Glück nicht in den Städten suchen oder aus der Stadt wieder zurück aufs Land zu kommen? Was müssen die ländlichen Regionen jungen Menschen bieten, um ihnen Heimat zu sein? Und was ist Heimat eigentlich? Voller Praxisbeispiele, Ideen und Forderungen - aus Kommunal-, Landes- und Bundesperspektive - provoziert das Fachforum Austausch und Weitblick.

Kooperationspartner: Bund der Deutschen Landjugend BDL

Inputgeberin: Barbara Bißbort (Vorstandsmitglied im Bund der Deutschen Landjugend)

Diskutant/-innen:

  • Thomas Albrecht (Bürgermeister der Gemeinde Wellendingen/Nachhaltigkeitsregion 5G!)
  • Barbara Bißbort (Vorstandsmitglied im Bund der Deutschen Landjugend)
  • Annekatrin Friedrich (Referentin im Landesjugendring Brandenburg)
  • N.N. (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft)

Moderation: Katrin Muus (Vorstandsmitglied im Bund der Deutschen Landjugend)

Forum 4: Gemeinsam handeln – Starke Partner für eine ressortübergreifende Jugendpolitik

Ein Grundsatz Eigenständiger Jugendpolitik ist die gemeinsame Verantwortung aller Politikfelder für Jugend. In diesem Forum werden Erfahrungen der ressortübergreifenden Zusammenarbeit auf kommunal-, landes- und bundespolitischer Ebene diskutiert. Zunächst werden in drei kurzen Vorträgen Beispiele vorgestellt. Konkret geht es um die Berücksichtigung der Belange junger Menschen durch die AG „Bauen“ in Rostock im Rahmen des Prozesses „Jugendgerechte Kommunen“, die Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik für den Freistaat Sachsen und die Entwicklung einer gemeinsamen Jugendstrategie der Bundesregierung. Anschließend wird der Blick in einer moderierten Diskussion unter Einbeziehung des Publikums erweitert und es werden gezielt Schlaglichter aus Frankreich und Österreich ergänzt.

Input und Diskussion:

  • Norbert Hanisch (Projektleiter „Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Sachsen“, Kinder- und Jugendring Sachsen)
  • Uta Janssen (Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft, Hanse- und Universitätsstadt Rostock)
  • Robert Lender (Leiter des „Kompetenzzentrums Jugend“ im Bundeskanzleramt Österreich)
  • Daniel Poli (Leiter des Geschäftsbereichs „Qualifizierung und Weiterentwicklung der Internationalen Jugendarbeit“ von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland)
  • Rainer Wiebusch (Referatsleiter 501 „Jugendstrategie, eigenständige Jugendpolitik“, BMFSFJ)

Moderation: Ilja Alexander Wehrenfennig, Servicestelle Jugendbeteiligung

Forum 5: Für eine engagierte, weltoffene Jugend – Wirksame Demokratiebildung

Engagiert und weltoffen sollen Jugendliche sein – aber wie ist dieses Ziel zu erreichen? Die Antwort heißt „wirksame Demokratiebildung“, wobei die Frage bleibt, was das eigentlich genau ist. Politische Bildung? Jugendarbeit allgemein? Und wie wird eine solche Bildung „wirksam“? Mit diesen Fragen nach Inhalten, Zielen, Qualität und den zentralen Herausforderungen politischer Bildung will sich dieses Forum beschäftigen. Auf der Grundlage eines kurzen Inputs sind Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft eingeladen, miteinander und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Forums in den Austausch zu kommen auch im Hinblick darauf, wie die Jugendstrategie des Bundes die Anliegen politischer Bildung stärken und fördern kann.

Kooperationspartner: Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. (AdB)

Inputgeberin: Ina Bielenberg (Geschäftsführerin des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e.V.)

Diskutant/-innen:

  • Ulrich Ballhausen (Vorsitzender des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e.V.)
  • Dr. Christian Lüders (Leiter der Abteilung Jugend und Jugendhilfe im Deutsches Jugendinstitut DJI)
  • Veronika Nahm (Leiterin des Bereichs Ausstellung und Pädagogik im Anne Frank Zentrum Berlin)

Moderation: Dr. Friedrun Erben (Referentin für Kommunikation und Medien, Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten)

Forum 6: Chancen für alle – Vielfalt und Teilhabe ermöglichen

Jugend ist vielfältig – und auch mit vielfältigen Herausforderungen verbunden: In der Lebensphase Jugend sollen sich Jugendliche qualifizieren, Entscheidungen für ihr weiteres Leben treffen und selbstständig werden, aber auch herausfinden, wo sie in der Gesellschaft ihren Platz finden. Aber nicht alle Jugendlichen haben vergleichbare Möglichkeiten, sich gut zu entfalten. Dies betrifft die meisten jungen Menschen im Laufe ihres Heranwachsens in verschiedenen Situationen, zum Beispiel im Bereich Schule und Ausbildung, wenn es um den Einstieg ins Berufsleben oder die Möglichkeiten internationaler Erfahrung geht, darum, Zugänge zu kultureller Bildung zu erlangen sowie die Teilhabe an der digitalen Transformation zu gestalten. Das Forum diskutiert nach einem Vortrag zu Chancengerechtigkeit im 15. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung mit Expertinnen und Experten aus der Jugendverbandsarbeit, der Jugendsozialarbeit und der Internationalen Jugendarbeit: Wie kann gesellschaftliche Teilhabe für alle jungen Menschen gelingen – und welche Aufgaben kommen dabei der Politik zu?

Inputgeberin: Prof. Dr. Gunda Voigts (Professorin für Grundlagen der Wissenschaft und Theorien Sozialer Arbeit sowie Theorie und Praxis der (offenen) Kinder- und Jugendarbeit, HAW Hamburg)

Diskutant/-innen:

  • Dr. Helle Becker (Transfer für Bildung e.V. und Mitglied der Koordinierungsgruppe von "Forschung und Praxis im Dialog")
  • Nadja Bilstein (Projektleitung von „MeineDeineUnsere Stadt“, Haus Neuland e.V. Bielefeld)
  • Andrea Pingel (Referentin in der BAG Katholische Jugendsozialarbeit)
  • Hetav Tek (stv. Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings)

Moderation: Yvonne Everhartz (Referentin für Jugendpolitik, Mädchen- und Frauenpolitik und Genderfragen des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend BDKJ)

Forum 7: Jung und europäisch – Die neue EU-Jugendstrategie

Das Forum betrachtet die neue EU-Jugendstrategie aus dem Blickwinkel junger Menschen. Es widmet sich der Frage, was die neue EU-Jugendstrategie jungen Menschen bietet, was diese für mehr Beteiligung, Begegnung und Befähigung in Europa vor Ort benötigen und mit welchen Angeboten Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe sie unterstützen können. Darauf aufbauend sollen abschließend erste Empfehlungen für eine Umsetzung der zukünftigen EU-Jugendstrategie in Deutschland formuliert werden.

Kooperationspartner: Servicestelle EU-Jugendstrategie

Input und Diskussion:

  • Uwe Finke-Timpe (Referat 504 im BMFSFJ, Referatsleiter)
  • Laura Gies (DBJR)
  • Pascal Goddemeier (EuroPeer)
  • Dr. Frederike Hofmann-Van de Poll (Deutsches Jugendinstitut)
  • Ute Karger (Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport)
  • Justus Vogt (Deutsch-polnische Jugendagora)
  • Hans-Georg Wicke (JUGEND für Europa)

Moderation: Barbara Schmidt, Ulrike Wisser  (Servicestelle EU-Jugendstrategie)

Forum 8: Kein Luxusproblem – Mehr Freiräume für alle schaffen

Freiräume können jenseits aller Erwartungshaltungen sowohl Selbstbestimmung und Selbstvertrauen als auch Kreativität und Wohlbefinden junger Menschen stärken. Im Forum werden zentrale Fragen rund um den Freiraum-Begriff erörtert. Unter Beteiligung von Akteuren der kulturellen Jugendbildung, der Offenen Jugendarbeit sowie des Jugendsports werden verschiedene Perspektiven auf Freiräume zusammengeführt und seine Dimensionen dargelegt. Zudem wird danach gefragt, wie es gelingen kann, dass alle Jugendlichen Freiräume nutzen können. Die Teilnehmenden werden durch eine Reihe von spielerischen Reflexionsformaten geführt, die die Grenzen zwischen Expertinnen, Experten und Publikum genauso wie die zwischen Erwachsenen und Jugendlichen systematisch überschreiten. Jedes Reflexionsformat ist zugleich performativ, informativ und kommunikativ. Das Forum bietet so die Möglichkeit für einen kreativen Austausch zum Thema Freiräume.

Kooperationspartner: Bundesvereinigung kulturelle KInder- und Jugendbildung - bkj

Moderation und Konzeption: Matthias Anton, Doan Dzhevdet, Gianna Semmelhaak, Hettie Sengbusch & Matthias Vogel, Programm Kulturagenten für kreative Schulen Hamburg / Stadtteilschule Eidelstedt / Stadtteilschule Winterhude Hamburg

Diskutant/-innen:

  • Rebekka Kemmler-Müller (Referentin der Deutschen Sportjugend)
  • Ingo-Felix Meier (Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit)
  • Kirsten Witt (Grundsatzreferentin der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. )

Forum 9: Selbstbestimmt Lernen – Anforderungen an eine jugendorientierte Ganztagsbildung

Das Forum richtet den Blick auf die Anforderungen an eine Ganztagsbildung, die den Bedarfen der Lebensphase Jugend gerecht wird. Konkret werden diese aus Sicht der Wissenschaft, der außerschulischen Bildungsträger und Akteure im Feld sowie der Jugendlichen selbst thematisiert und aktuelle Erkenntnisse und Debatten skizziert. Im Forum wird es einen Austausch darüber geben, inwiefern die Ganztagsbildung eine jugendorientierte Weiterentwicklung erfahren kann. Schlüsselthemen wie Partizipation, Vielfalt und Freiräume werden als Merkmale dieser Jugendorientierung in der Debatte aufgegriffen und gemeinsam reflektiert.

Inputgeber/-in: Dr. Markus N. Sauerwein (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) & Fliedner Fachhochschule Düsseldorf)

Diskutant/-innen:

  • Kerstin Hübner (Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung BKJ)
  • Frederic Koch (SV-Bildungswerk)
  • Dr. Markus N. Sauerwein (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)
  • Luca Marleen Schmidt (Stadtschüler*innenvertretung Bad Segeberg)

Moderation: Eva-Lotta Bueren (Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ)

Jugendpolitisches Speed-Dating

Jugendpolitisches Speed-Dating

Am Montag zwischen 15.10 und 15.40 Uhr sowie am Dienstag zwischen 11.10 und
11.40 Uhr fand ein moderiertes jugendpolitisches Speed-Dating statt, bei dem die
Teilnehmenden in kürzester Zeit miteinander zu jugendpolitischen Themen ins
Gespräch kommen konnten.

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