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AUF DEM WEG ZUR JUGENDGERECHTEN KOMMUNE: VOM STATUS QUO ZU DEN ZIELEN

Kommunen Grafik

2015-2018: KOMMUNALE WEGE ZU MEHR JUGENDGERECHTIGKEIT

16 Referenzkommunen aus dem gesamten Bundesgebiet machen sich gemeinsam mit der Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ auf den Weg zu jugendgerechteren Kommunen. In Städten und Dörfern, Gemeinden und Landkreisen gestalten Jugendliche gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen und der Zivilgesellschaft in den kommenden Jahren je eigene Prozesse mit eigenen Zielen. Begleitet werden sie dabei von uns. Über allem steht die gemeinsame Überzeugung, dass die Gesellschaft jugendgerechter werden muss und dies am besten vor Ort in den Kommunen passiert – also dort, wo die Jugendlichen leben.

EINE BESTANDSANALYSE: WIE JUGENDGERECHT IST MEINE KOMMUNE?

Um den ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Besonderheiten der beteiligten Kommunen gerecht zu werden, braucht jede Kommune einen eigenen Fahrplan auf dem Weg zu mehr Jugendgerechtigkeit. Wir haben dazu einen Orientierungsrahmen (hier in gekürzter Version) entwickelt, der für alle Kommunen Anwendung finden kann. Grundlegend für die Prozessplanungen in den Kommunen war ein erster gemeinsamer Termin, der zur Bestandsanalyse dienen sollte. Die Kommunen waren gebeten, anhand von Leitfragen unter Mitwirkung von Jugendlichen und in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren den Ist-Stand vor Ort aufzubereiten. Die Leitfragen orientieren sich an unseren Merkmalen jugendgerechter Kommunen. Auf Grundlage der Antworten auf die Leitfragen wurde systematisch die Situation vor Ort betrachtet. Anschließend wurden Handlungsbedarfe festgestellt und gemeinsame Ziele sowie erste Schritte verabredet.

Zwischen März und Juni fanden die Besuche in Bad Segeberg, Bremerhaven, Dreieich, Leipzig, Merzig-Wadern, Naumburg, Rostock, Steinfurt und Trier statt. Die drei Kommunen Berlin-Tempelhof-Schöneberg, Hamburg-Nord und Hannover folgen in den nächsten Wochen und Monaten.

Je nach Teilnehmendenkreis konnten bereits Schwerpunkte für den Prozess vor Ort festgestellt oder erste Schritte und das weitere Vorgehen abgesprochen werden. Die Zusammensetzung der Teilnehmenden war von Kommune zu Kommune sehr verschieden. Überall waren das Jugendamt und Träger der freien Jugendhilfe mit mehreren Personen vertreten. In einzelnen Kommunen folgten darüber hinaus eine Vielzahl von Interessierten den Einladungen, die entweder gezielt an bestimmte Personen verschickt wurden oder ganz öffentlich bekannt gegeben wurden; entsprechend waren auch Jugendliche, Jugend- und Vereinsvertreter/-innen, Mitglieder der Kommunalparlamente, leitende Mitglieder der Verwaltungsspitze, Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft und städtischer Versorgungsunternehmen, Mitarbeiter/-innen des Jobcenters und der Agentur für Arbeit, der Schulen, der Jugendringe und weitere Bürgerinnen und Bürger anwesend.

Gemeinsame Herausforderungen: eine wirksame Jugendbeteiligung schaffen und gemeinsam Jugendpolitik machen 

Alle Kommunen werden nun anhand der festgestellten Handlungsbedarfe, in Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren vor Ort, ein jugendpolitisches Rahmenkonzept entwickeln, sich realistische Ziele setzen und einen Prozessplan für den Zeitraum 2016-2018 entwerfen.

Die Kernthemen und besonderen Herausforderungen der Kommunen werden – neben der konkreten Arbeit in den Kommunen – in den folgenden Jahren in den Peer-Learning-Seminaren thematisiert werden, die sowohl Fortbildungscharakter haben als auch Orte zum Austausch der Kommunen untereinander sein sollen. Es zeichnet sich ab, dass folgende Themen (in unterschiedlichen Ausprägungen) bei allen Referenzkommunen in den kommenden drei Jahren schwerpunktmäßig bearbeitet werden:

  • Jugendbeteiligung etablieren und legitimieren – Jugendliche ernst nehmen und eine alltägliche Beteiligungskultur herstellen
  • Jugendpolitik als Querschnittsthema verankern – für eine gemeinsame Haltung aller Akteure und Fachbereiche wirken

Im Juni 2016 findet das zweite gemeinsame Seminar mit dem Schwerpunkt „Jugendbeteiligung in der Kommune“ in Hannover statt. Es wird ein vorgeschalteter Workshop für diejenigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus den Referenzkommunen angeboten, die auch beim anschließenden Seminar dabei sein werden.

Erik Flügge und Udo Wenzl (Experten für Bürger- und Jugendbeteiligungsprozesse) unterstützen uns bei der inhaltlichen Vorbereitung und professionellen Durchführung des Jugendworkshops und des Kommunalseminars. Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesjugendministerin, Caren Marks, wird am Vormittag des ersten Tages in aktiver Rolle am Kommunalseminar teilnehmen. 

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