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Jugendstrategie 2015–2018

Immer aktiv: Aktuelles aus der Jugendstrategie 2015-18

(c) Koordinierungsstelle &quotHandeln für eine jugendgerechte Gesellschaft", Fotografin: Isabel Kiesewetter

Innovativ unterwegs: Aktuelles aus der Jugendstrategie

Die vier Handlungsfelder der Jugendstrategie „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ sind Jugendbeteiligung, Zeiten & Freiräume, Perspektiven & soziale Teilhabe und Jugendbilder. In diesen Themenfeldern sind das Bundesjugendministerium und seine Gestaltungspartner auch im letzten Quartal sehr aktiv gewesen. Das Ziel, eine jugendgerechte Jugendpolitik nachhaltig umzusetzen, wird in Einzelprojekten, Maßnahmen, Veranstaltungen und Foren engagiert verfolgt. Hier fassen wir alle aktuellen Entwicklungen zusammen.
Der Planungsstab hat sich getroffen und sich u.a. über den aktuellen Stand in den Jugendgerechten Kommunen ausgetauscht, die sich und ihre Arbeit auf dem 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag präsentiert hatten. Auch bei den anderen Teilvorhaben der Jugendstrategie ist viel in Bewegung, zum Beispiel bei jugend.beteiligen.jetzt und der Werkstatt Mitwirkung - und zudem laufen die Vorbereitungen zur 2. Jugendkonferenz zur Jugendstrategie im Herbst auf Hochtouren...

Planungsstab der Koordinierungsstelle

Das Begleitgremium kam zuletzt am 19. Juni 2017 zusammen. Auf der Tagesordnung standen unter anderem der Prozessverlauf der „Jugendgerechten Kommunen“, die Zusammenarbeit mit der Servicestelle zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie sowie die Möglichkeiten einer Förderung von realistischen Jugendbildern. Auch die Gestaltungspartner berichteten über ihre Vorhaben für 2017 – beispielsweise hat die Werkstatt MitWirkung über die Projektausrichtung berichtet. Zum Hintergrund: Der Planungsstab ist der Ort, an dem sich die zentralen Gestaltungspartner der Jugendstrategie austauschen und vernetzen. Darüber hinaus berät und unterstützt er die Koordinierungsstelle.

Prozess „Jugendgerechte Kommune“

Auf dem 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag 2017 berichteten die 16 Referenzkommunen in einem Fachforum und auf einer Ausstellungsfläche von ihren Strategien und Aktivitäten vor Ort. Gemeinsam mit Jugendlichen präsentierten sie den Zwischenstand zu den kommunalen Prozessen auf dem Weg zu mehr Jugendgerechtigkeit. Die Kommunen arbeiten weiter intensiv an der Umsetzung ihrer vielfältigen Ziele, dazu gehören beispielsweise die strukturelle Verankerung von Jugendbeteiligungsformaten und die Verstetigung von Netzwerkarbeit für Jugendbelange. In einer Publikation der Koordinierungsstelle sind der bundesweite Gesamtprozess und die Vorhaben der Kommunen zusammengefasst. Sie steht hier zum Download bereit. In der Referenzkommune Hannover fand überdies ein landesweiter Fachtag zum Thema Jugendbeteiligung statt, der hier zusammengefasst ist. Materialien aus dem Prozess Jugendgerechte Kommunen sind in die Werkzeugbox „Jugend gerecht werden“ eingeflossen. Diese liegt nun in einer aktualisierten Fassung vor und hält Informationen und Handreichungen zu verschiedenen Dimensionen kommunaler Jugendpolitik bereit.

jugend.beteiligen.jetzt

Qualifizierung „Praxis digitale Jugendbeteiligung“

Wo liegen Chancen und Stolpersteine von digitalen Partizipationsprozessen? Wie lässt sich Jugendbeteiligung konkret durch digitale Werkzeuge gestalten? Wie sehen die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen aus? Mit der Qualifizierung „Praxis digitale Jugendbeteiligung“ wendet sich die WeTeK Berlin gGmbH in Kooperation mit jugend.beteiligen.jetzt und dem Projekt OSM@BB an Prozessmoderator*innen und Fachkräfte der Kinder- & Jugendbeteiligung aus ganz Deutschland. Die acht Module geben einen praxisnahen Überblick zu Chancen und Methoden aktivierender Jugendbeteiligungsarbeit mithilfe digitaler Medien und möglichen Formaten. Die Anmeldung zur Seminarreihe (September 2017 bis Januar 2018) ist ab sofort möglich!

Für alle, die selbst eine Qualifizierung anbieten möchten, bietet das jugend.beteiligen.jetzt-Curriculum „Praxis digitale Jugendbeteiligung“ das passende Konzept inkl. aller Module zum Download (ab Anfang Juli 2017). 

Themenspecial "Mit einem Klick zur Jugendbeteiligung?"

Digitaler Partizipation haftet der Ruf des unüberlegten Klicks an. Vermeintlich leichtfertig gesetzte Likes und schnell wachsende Follower-Zahlen werden oft als Clicktivism abgetan. Dabei haben potentiell hohe Reichweiten von Social-Media-Posts und Kommentaren die Chance junge Leute für Themen und Prozesse zu aktivieren. Zusätzlich ermöglichen digitale Räume neue Formen, die eigene Kreativität zum Ausdruck zu bringen.

Mit seinem zweiten Themenspecial (erscheint am 05.07.2017) beleuchtet jugend.beteiligen.jetzt das Spannungsfeld zwischen dem schnellen Klick und tiefgehender Deliberation durch Jugendliche. Ausgewählte Praxis-Beispiele zeigen, dass das harmonische Zusammenspiel von Online- und Offline-Aktivitäten und Werkzeugen eine andere Qualität von Jugendbeteiligung ermöglicht. Wer kein Themenspecial verpassen möchte, kann sich hier zum jugend.beteiligen.jetzt-Newsletter anmelden.

Die Jugendkonferenz zur Jugendstrategie

Im September 2016 kamen 65 engagierte Jugendliche aus ganz Deutschland zu einer Jugendkonferenz in Berlin zusammen. Als Expertinnen und Experten in eigener Sache tauschten Sie sich zur Jugendpolitik der Bundesregierung aus und erarbeiteten Feedback zu den Einzelvorhaben der Jugendstrategie „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“. Auch 2017 laden die Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ und das Bundesjugendministerium zur Jugendkonferenz ein. Jugendliche aus den Zusammenhängen der Jugendstrategie erhalten hier Raum für intensiven Austausch zu den Themen und Perspektiven der Jugendstrategie. Im Fokus stehen Empfehlungen für eine jugendgerechte Jugendpolitik, die die Interessen und Bedürfnisse der jungen Menschen handlungsleitend berücksichtigt. Die kommende Jugendkonferenz wird vom 29. September bis 1. Oktober in Berlin stattfinden. Das Programm wird in Kürze hier veröffentlicht.

Innovationsfonds

Das Bundesjugendministerium stellt für innovative Projekte zur Förderung der Eigenständigen Jugendpolitik für die Jahre 2017 bis 2019 Mittel aus dem Innovationsfonds für ausgewählte Projekte zur Verfügung. Eine Vielzahl innovativer Konzepte werden in den Handlungsfeldern Internationale Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Kulturelle Bildung, Politische Bildung und Jugendverbandsarbeit im Rahmen des Fonds erprobt und weiterentwickelt. Dabei sind die Grundsätze der Eigenständigen Jugendpolitik handlungsleitend. Querschnittsanforderung ist eine wirkungsvolle Jugendbeteiligung. Um die Aspekte der Eigenständigen Jugendpolitik in den geförderten Projekten sichtbar zu machen und den fachlichen Mehrwert zu kommunizieren, führt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ vom Mai 2017 bis Ende 2019 das bundesweite Projekt „Eigenständige Jugendpolitik im Innovationsfonds“ durch. 

EU-Jugendstrategie

Wie geht es weiter mit Europa: die Meinung Jugendlicher zählt

In der nächsten Phase des Strukturierten Dialogs, dem Format der Europäischen Union zur Beteiligung junger Menschen, sollen die Meinungen, Ideen, Vorstellungen und Erwartungen an die Zukunft der EU zum Thema werden. Was erwarten junge Menschen von der EU, um ihnen ein glückliches und gutgehendes, ein nachhaltiges und erfolgreiches Leben zu ermöglichen. Einzelheiten sind zwar noch nicht bekannt, aber klar ist, dass in den nächsten 18 Monaten der Austausch und Dialog zwischen Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung und Jugendlichen sich den Erwartungen der Jugend an Europa widmen soll. Ein spezifischer Inhalt hinter der großen Frage ist die zukünftige EU-Jugendstrategie. Junge Menschen und ihre Erwartungen sollen in die Vorbereitung der neuen Jugendpolitik für die Zeit nach 2019 der EU einbezogen werden. Wie sollte nach Auffassung junger Menschen die gemeinsame jugendpolitische Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten der EU aussehen, damit diese auch den Bedürfnissen, Rechten und Hoffnungen der Jugend gerecht wird. Die Ergebnisse  der anstehenden Beteiligungsangebote an junge Menschen, sei es über die kommende Konsultation, über Dialogveranstaltungen oder über die EU-Jugendkonferenz sollen in die Erarbeitung des Vorschlages der EU-Kommission zur nächsten EU-Jugendstrategie und auch in die Beratungen der Jugendminister und –ministerinnen im Rat der EU einfließen. Der nächste eineinhalbjährige Zyklus des Strukturierten Dialogs wird von der sogenannten Trioratspräsidentschaft koordiniert. Es handelt sich dabei um die drei Staaten, die in dem Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis 31. Dezember 2018  den EU-Vorsitz jeweils für sechs Monate innehaben: Estland, Bulgarien und Österreich. Sobald weitere Einzelheiten über die Beteiligungs- und Dialogmöglichkeiten bekannt sind, werden diese über die Website des SD in Deutschland unter https://www.strukturierter-dialog.de/ bekannt gemacht.

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