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Home > Eigenständige JugendpolitikBJK-Clip: Jugend in der Politikberatung

(03.09.2020) In seinem neuen Video veranschaulicht das Bundesjugendkuratorium (BJK) die aktuellen Entwicklungen zum Thema Kinder- und Jugendbeteiligung in der Politikberatung.

3 Frauen zeigen mit ihren Fingern auf einen Laptop. Fotograf John Schnobrich. Quelle unsplash.com

Das neue Video des BJK stellt die Erkenntnisse der bereits 2019 erschienen Stellungnahme "Junge Menschen in der Politikberatung. Empfehlungen für mehr Beteiligung der jungen Generation auf Bundesebene" dar. Diese beschreibt das Konzept von Politikberatung und seine Bedeutung in der Demokratie, den aktuellen Stand der Jugendbeteiligung und spricht abschließend Empfehlungen dazu aus, wie junge Menschen in bestehende politische Beratungsprozesse nachhaltig integriert werden können.

Das BJK macht deutlich, dass die Stimmen der jungen Menschen einen größeren Einfluss auf politische Debatten und Entscheidungen haben sollen und ihre Expertise stärker gewichtet werden muss. Im Hinblick auf Beteiligung von jungen Menschen an Wahlen sind bereits Änderungen vorgenommen worden. In Beratungsformen auf Länder-, Bundes-, EU- und nationaler Ebene sind junge Menschen jedoch kaum vertreten. Die bisherigen Formate sind überwiegend Erwachsenen vorbehalten und für junge Menschen schwer zugänglich. Das BJK fordert aus diesen Gründen, dass eine Auseinandersetzung darüber stattfinden muss, wie junge Menschen grundsätzlich an Wissensgenerierung in politischen Prozessen teilhaben können. 

Die Stellungnahme schließt ab mit Empfehlungen, wie die nächsten Schritte auf einem Weg zu mehr jugendlicher Beteiligung in der Politikberatung aussehen könnten. Zu Beginn sollte in allen Ministerien, Ressorts und Organen der Bundespolitik überprüft werden, wo bereits junge Menschen eingebunden werden. Weiter ist es wichtig, dass Informationsangebote, Zugänge und Instrumente entwickelt werden, die jugendgerecht sind und Selbstorganisationen von jungen Menschen unterstützen. Die Infrastruktur der Politikberatung muss nachhaltig verankert und regelmäßig ausgewertet werden. Das BJK empfiehlt weiter, dass Institutionen etabliert werden, die junge Menschen unterstützen, wenn sie ihre Beteiligungsrechte nicht wahrnehmen können. Neuere Entwicklungen sollten in den Formen der Beteiligung, wie auch als Gegenstand dieser berücksichtigt werden. Entscheidungsträger*innen sollten sich selber vermehrt in digitale Räume zu begeben. Also dahin, wo gerade junge Menschen sich austauschen und ihre politische Meinung bilden und mitteilen.

Das Video ist zusammen mit der Stellungnahme hier zu finden.

Quelle: Bundesjugendkuratorium.