Jungen Menschen echte Gestaltungsmacht und Räume für Selbstrepräsentation zu ermöglichen, ist für die Lebensphase Jugend zentral. Doch wie wirken mediale Jugendbilder auf die Politik? Und wessen Perspektiven werden öffentlich sichtbar, wessen fehlen in Mainstream-Medien? Die Ergebnisse der Denkwerkstatt Jugendgerechte Medienpolitik machen deutlich: Eine zeitgemäße Medienpolitik schafft Bedingungen, in denen junge Menschen ihre Stimmen selbstbestimmt einbringen, mediale Inhalte prägen und Öffentlichkeit aktiv mitgestalten können. Dazu braucht es viele unterschiedliche Akteure, die dafür die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Im Interview mit dem Jugendrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg wird außerdem klar, wie wichtig verankerte Beteiligungsstrukturen auch im Medienbetrieb sind und dass es institutionell Verbündete braucht, die die Stimmen junger Menschen hören und ernstnehmen.
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Generationengerechtigkeit ist in aktuellen Debatten zu einem zentralen Thema geworden. Im Kern geht es darum, politische, wirtschaftliche und ökologische Entscheidungen so zu treffen, dass junge und kommende Generationen faire und verlässliche Zukunftschancen erhalten. Doch was bedeutet das konkret und welche Schritte sind heute notwendig, um diesem Anspruch gerecht zu werden? Das Interview zur Generationenstudie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) zeigt, wo die größten Herausforderungen liegen, welche Reformen jetzt dringend anstehen und wie ein konstruktiver Dialog zwischen den Generationen gelingen kann. Zu diesem Schwerpunktthema sind im Onlinemagazin auch aktuelle Positionen, Ausschreibungen und Instrumente für ein generationengerechtes Haushaltsbudgeting zusammengestellt.
Welche zentralen Schritte braucht es auf dem Weg zu einer jugendgerechten Sicherheitspolitik? Aus diesem Denkwerkstatt-Prozess heraus haben Expert*innen die wichtigsten Elemente für eine jugendpolitische Ausrichtung von Sicherheitspolitik in einem Grundlagenpapier festgehalten. Im Interview mit Carolina Claus von der Deutschen Koalition Jugend, Frieden, Sicherheit (YPS) wird außerdem klar, welche internationale Rahmung die Jugendbeteiligung an sicherheitspolitischen Fragen hat. Und Talk-Gast Alexandra Hoorn blickt im Gespräch über die Freiwilligendienste sowohl auf den gesellschaftlichen Mehrwert als auch auf die politische Debatte zu (Pflicht-)Diensten. Auch das Policy Paper "Jugend gestaltet Frieden" gehört zum Themenschwerpunkt des Onlinemagazins.
Wie gelingt wirksame Jugendbeteiligung auf Bundesebene? Welche Strukturen und Rahmenbedingungen braucht es, damit sie nicht nur punktuell sondern dauerhaft stattfindet? Mit diesen Fragen beschäftigen sich jugendpolitische Akteure seit Langem, auch Qualitätsstandards und Handlungsempfehlungen liegen dazu längst vor. Genannt werden immer wieder zentrale Faktoren wie ein klarer rechtlicher, organisatorischer und finanzieller Rahmen, eine jugendgerechte Kommunikation und echte Mitbestimmungsmöglichkeiten. In den beiden Interviews mit der Koordinierungsstelle Jugendbeteiligung in Klimafragen sowie dem Bundeskompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung wird deutlich: Vor allem braucht es den politischen Willen, um Jugendbeteiligung nachhaltig weiterzuentwickeln.
Im Schwerpunkt-Interview zu zukunftsgerechter Finanzpolitik macht Saskia Gottschalk vom ThinkTank Dezernat Zukunft deutlich, wie finanzpolitische Grundsätze ganz neu gedacht werden sollten und sich an gesellschaftlichen Zielen und Nutzen ausrichten müssen. Auch die Mitwirkenden der Denkwerkstatt Jugendgerechte Finanzpolitik haben sich damit befasst, wie Jugendinteressen Eingang in finanzpolitische Entscheidungen erhalten können - dazu haben sie zentrale Handlungsbedarfe festgehalten, wie etwa Partizipationsstrukturen, Information, Bildungsangebote sowie ein querschnittliches Politikverständnis. Außerdem empfehlen wir im Onlinemagazin ein Interview mit der Landesjugendbeauftragten Katrin Krumrey zu aktuellen jugendpolitischen Entwicklungen in Brandenburg.