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Home > Eigenständige JugendpolitikDBJR: Jugendparlamente stärken Beteiligung

(09.02.2022) Der DBJR-Hauptausschuss hat das Positionspapier "Jugendparlamente als ein Format der kommunalen Jugendbeteiligung" verabschiedet. Es macht deutlich, dass wirkungsvolle Jugendpartizipation eine heterogene Beteiligungslandschaft braucht.

Es wird eine Arbeitssituaion gezeigt, in der Laptops und Handy auf einem Tisch liegen. Es wird eine Arbeitssituaion gezeigt, in der Laptops und Handy auf einem Tisch liegen.
Foto: M. Meyer via unsplash.com

In dem Positionspapier beschreibt der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) die Situation der Jugendparlamente in den kommunalen Beteiligungsnetzwerken und formuliert Erwartungen an Politik und Verwaltung. Die Teilhabe junger Menschen an Entscheidungen sei in Deutschland zwar stärker in den Fokus von Politik, Verwaltung und Gesellschaft gerückt. Jedoch hätten nicht erst die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gezeigt, dass es noch ein weiter Weg sei, bis sich die Wirksamkeit der rechtlichen Verankerungen und die Vorhaben zur Stärkung der Kinder- und Jugendbeteiligung entfalten könnten.

Eine wirkungsvolle Kinder- und Jugendbeteiligung setze bereits bei der Entstehung des Beteiligungsformates an. Das bedeute, dass die Initiative zur Gründung eines Jugendparlamentes dem Gedanken von Selbstorganisation folgend von jungen Menschen ausgehen sollte. Aufgrund der Vielfalt junger Menschen und der Vielfalt ihrer Themen, Anliegen und Interessen, sei in den Kommunen eine Vielzahl von Beteiligungsformaten sinnvoll. So könnte eine wirkungsvolle Beteiligung erreicht und die breiten Interessen junger Menschen abgedeckt werden. Im Interesse der jungen Menschen wäre laut DBJR eine selbstorganisierte Zusammenarbeit der unterschiedlichen beteiligten Strukturen, Organisationen, Angeboten und Formaten.

Der DBJR weist darauf hin, dass bei der Neuschaffung von Beteiligungsstrukturen gewachsene Strukturen besonders zu berücksichtigen und in den Prozess einzubinden seien; ebenso wie junge Menschen selbst. Im Fazit wird festgehalten, dass eine heterogene Landschaft der durch junge Menschen initiierten und getragenen Jugendbeteiligungsformaten das Ergebnis entsprechender Selbstorganisationsprozesse sein sollte. Es sei nicht Aufgabe von Politik und Verwaltung zu entscheiden, was gute Jugendbeteiligung sei und welche Strukturen entstehen oder erhalten werden sollten. Junge Menschen sollten alleine entscheiden, wo sie sich engagieren und welche Formate sie gründen oder einfordern wollen. Es sei jedoch Aufgabe und Pflicht von Politik und Verwaltung, das von jungen Menschen gewollte Miteinander zu unterstützen und zu fördern.

Das ausführliche Positionspapier kann hier gelesen werden.

Quelle: Deutscher Bundesjugendring