2023 hat die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) als erste Landesmedienanstalt einen Jugendrat ins Leben gerufen. Aktuell engagieren sich dort zehn junge Menschen aus Berlin und Brandenburg im Alter zwischen 15 und 21 Jahren ehrenamtlich. Nun hat der Jugendrat bereits sein zweites Impulspapier veröffentlicht und spricht sich darin für relevante Regulierung und nachhaltige Förderung aus. Konkret bietet das Papier Impulse zu Family-Influencing, Beautyfiltern auf Social Media, politischer Radikalisierung in den sozialen Netzwerken und digitaler Mediensucht.
Informations- und Nachrichtenkompetenz muss gestärkt werden
Aus Sicht des mabb-Jugendrats muss Medienkompetenz, vor allem Informations- und Nachrichtenkompetenz, die Grundlage für eine sinnvolle und möglichst ungefährliche Nutzung von Medien sein. Dabei geht es um alle Nutzer:innen, aber besonders um Kinder und Jugendliche, da diese (vor allem soziale) Medien nutzen, aber ihre Gefahren teilweise nicht einschätzen und ihnen deshalb oftmals nicht angemessen begegnen können. Dafür sollte man alle Orte in Betracht ziehen, an denen sich Kinder und Jugendliche bewegen – sprich Schule, Familie, Jugendzentren und die Social Media-Plattformen selbst. Um Kinder und Jugendliche in den Medien effektiv zu schützen und ihnen eine gewinnbringende Nutzung zu ermöglichen, müssen alle Beteiligten zusammenarbeiten.
Im Papier geht es um konstruktive Vorschläge, die sich an die Politik, die Plattformen und die Zivilgesellschaft richten. Zum vieldiskutierten Social-Media-Verbot haben die Jugendlichen ebenfalls eine Haltung. Wer all das nachlesen möchte, findet das Impulspapier online.
Quelle: Pressemitteilung Medienanstalt Berlin-Brandenburg (30.06.2026)