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Home > Eigenständige JugendpolitikWohlbefinden junger Menschen in Krisenzeiten

(23.02.2026) Wie leben junge Menschen in einer von Unsicherheiten und krisenhaften Bedingungen geprägten Gesellschaft? Das zeigt der fünfte Teil der Studienreihe „JuCo – Jugend und Corona“ der Universität Hildesheim.

Vier Männer sitzen auf einem Hügel und sind von hinten zu sehen. Vier Männer sitzen auf einem Hügel und sind von hinten zu sehen.
Foto: M. Ferrero via unsplash.com

Die Studienreihe JuCo befasst sich mit der Erforschung des Wohlbefindens junger Menschen zwischen 15 und 30 Jahren seit der Covid-19-Pandemie und unter dem Einfluss anderer aktueller gesellschaftlicher Krisen. Sie wurde 2020 unter Mitwirkung des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim entwickelt. 

Die Studie JuCo V wurde im Frühjahr 2025, wie auch die vorangegangene Reihe, als eine Online-Umfrage durchgeführt. Die Erhebung bezieht sich auf Folgen der Pandemie sowie die Einschätzung junger Menschen zu der wachsenden Bedrohung durch Kriegsereignisse, dem Verlust natürlicher Lebensgrundlagen aufgrund der Klimaveränderungen, aber auch zu wachsenden politischen Konflikten und der weltweiten Aufrüstung. 

Jugend braucht unterstützende Rahmenbedingungen 

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 30 Jahren beschreiben insbesondere gehäuft psychische Belastungen, allgemeine Sorgen in der Lebensbewältigung, zunehmende Einsamkeitserfahrungen und Zukunftsängste. Diese Ergebnisse verdeutlichen, wie hoch der Bedarf ist, dass alle Institutionen, die mit jungen Menschen arbeiten, Konzepte und Rahmenbedingungen brauchen, um junge Menschen in dieser Situation in ihrem Aufwachsen, in Sachen Bildung und Teilhabe bestmöglich zu unterstützen.

Noch stärker wiegen ihre Themen, da sich nahezu 95 Prozent der Befragten kaum oder gar nicht von der Politik gehört fühlen. In den Kernerkenntnissen der Studie heißt es: „Diese Ergebnisse machen eine bundesweite Neusensibilisierung gegenüber der jungen Generation erforderlich, die in den Gemeinden und den analog-digitalen Sozialräumen beginnt, aber darüber hinaus die Landes- und Bundesebene erreichen muss.“ (S. 39)

Sichtbare Bedarfe für die Jugendpolitik

Die JuCo-Studienreihe macht Trends im Wohlbefinden junger Menschen seit der Corona-Pandemie sichtbar und leitet Anforderungen an eine Jugendpolitik sowie an Institutionen ab, die den Sorgen und Belastungen junger Menschen, aber auch ihrem Erleben von gesellschaftlichen Spannungen besser Rechnung tragen. So sei über die Jahre der Studienreihe deutlich geworden, dass sich die Trends nicht von alleine wieder regulieren. Mehr noch: Übergreifende Konzepte, insbesondere zwischen Gesundheits- und Bildungssystem, der Kinder- und Jugendhilfe sowie unter Einbezug der jungen Menschen selbst, seien nötig.

Die „Studienergebnisse zum Wohlbefinden Jugendlicher und junger Erwachsener in Krisenzeiten“ stehen bei der Universität Hildesheim zum Download zur Verfügung.

Quelle: Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (17.02.2026)