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Home > Eigenständige JugendpolitikBilanz: 10 Jahre nach der UNSCR 2250

(16.02.2026) Wie können junge Menschen in Deutschland und international in sicherheitspolitischen Fragen mitreden? Die Deutsche Koalition für Jugend, Frieden & Sicherheit ordnet in einem Beitrag ein, was gelingt und wo Handlungsbedarfe bestehen.

Länderflaggen vor dem UN-Gebäude in Genf Länderflaggen vor dem UN-Gebäude in Genf
Foto: Xabi Oregi via pexels.com

Wie stark sind junge Menschen heute in sicherheitspolitische Entscheidungen eingebunden? Die Deutsche Koalition für Jugend, Frieden & Sicherheit e.V. zieht zehn Jahre nach Verabschiedung der UN Security Council Resolution 2250 (UNSCR 2250) dazu Bilanz und benennt Fortschritte und bestehenden Handlungsbedarf in Deutschland und international

Die Resolution begründete die Agenda für Jugend, Frieden und Sicherheit (YPS) und erkannte junge Menschen als wichtige Akteur*innen in Friedens- und Sicherheitsprozessen an. Ziel ist es, ihre Perspektiven systematisch einzubeziehen und verlässliche Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen.

Echte Mitgestaltung bleibt häufig aus

Weltweit engagieren sich junge Menschen in Friedensinitiativen und gegen Gewalt, Korruption und Ausgrenzung. Sie bringen eigene Perspektiven auf Konflikte und gesellschaftliche Bedürfnisse ein und stoßen vernetztes, ressortübergreifendes Denken an. Zwar hat die YPS-Agenda das Bewusstsein für ihre Bedeutung geschärft, doch echte Mitgestaltung bleibt häufig aus. Viele junge Menschen werden zwar angehört, aber dennoch sind sie unterrepräsentiert und selten strukturell eingebunden.

Die YPS-Agenda verfolgt das Ziel, alle jungen Menschen zu adressieren und auch diejenigen einzubeziehen, die sich von demokratischen Werten entfernt haben oder von ihnen ausgeschlossen wurden. Hier zeigt sich deutlich: Es bleibt viel zu tun. Noch immer sitzen junge Menschen und ihre Interessen selten mit am Tisch, wenn in Konferenzräumen über Friedens- und Sicherheitspolitik debattiert und Entscheidungen getroffen werden.

Der Beitrag plädiert daher für verbindliche Beteiligungsstrukturen und eine stärkere Förderung bestehender Formate, etwa der UN-Jugenddelegierten oder des BMZ-Jugendbeirats. Jugendbeteiligung muss als fester Bestandteil demokratischer, friedens- und sicherheitspolitischer Prozesse verankert werden.

Mit der vierten YPS-Resolution (UN-Resolution 2807) beginnt ein neues Kapitel der Agenda mit Fortschritten, aber auch kritischen Diskussionen, etwa über die Darstellung junger Menschen als Risikoakteur*innen.

Der vollständige Beitrag ist auf der Website der Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt) abrufbar.

Quelle: Beitrag Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt) (09.02.2026)