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Home > Eigenständige JugendpolitikBrandenburg: Jugendpolitische Forderungen an Koalition

(24.02.2026) Das Aktionsbündnis Jugend, ein Zusammenschluss Brandenburger Jugendverbände, veröffentlicht einen Forderungskatalog für die Koalitionsverhandlungen im Landtag. Sie fordern unter anderem bessere Verankerung von Kinder- und Jugendbeteiligung.

Innenhof des Brandenburger Landtagsgebäudes in Potsdam Innenhof des Brandenburger Landtagsgebäudes in Potsdam
Landtag Brandenburg, Innenhof Foto: Herbert Aust / viaPixabay

Konkret wendet sich der Zusammenschluss landesweit tätiger Verbände aus Brandenburg an die Fraktionen der SPD und CDU im Landtag Brandenburg sowie an die Arbeitsgruppe 2 im Koalitionsausschuss. Das Aktionsbündnis Jugend Brandenburg betont, dass es als Zusammenschluss die Stärkung junger Menschen in Brandenburg fordert – in Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, Jugendsozialarbeit, Beteiligung, kultureller Bildung, Medienbildung sowie im Kinder- und Jugendschutz.

Mit ihren Mitgliedern, Angeboten und Strukturen trägt das Bündnis dazu bei, dass junge Menschen Demokratie erleben, mitgestalten und Vertrauen in Institutionen entwickeln können. Damit das gelingt, braucht es mehr als gute Absichten: Die Unterstützung aller jungen Menschen in Brandenburg ist nicht nur eine Frage der Haltung. Sie braucht auch verlässliche Rahmenbedingungen, klare Zuständigkeiten und tragfähige Strukturen. Das Aktionsbündnis fordert daher dazu auf, in den Koalitionsverhandlungen mutige Schritte für die Zukunft junger Menschen in Brandenburg zu gehen.

Das Aktionsbündnis der Landesverbände bündelt Perspektiven aus Praxis, Trägerstrukturen und landesweiter Fachentwicklung. Sie verbindet das Ziel, jungen Menschen in Brandenburg stabile und gerechte Voraussetzungen zu sichern, damit Beteiligung, Schutz, Bildung und Unterstützung nicht vom Wohnort abhängen, sondern flächendeckend wirksam werden können. 

Gemeinsame Forderungen:

  • Strukturen für Kinder- und Jugendbeteiligung entwickeln und absichern (u. a. BbgKJG, § 19 BbgKVerf; Fachstelle Beteiligung gemäß § 11 Abs. 6 BbgKJG; Beschwerdeverfahren gemäß § 13 Abs. 3 BbgKJG).
  • Dynamisierung des Landesjugendplans (automatische Anpassung an Tarifabschlüsse und Inflationsausgleich).
  • Kommunale Jugendarbeit gegen rechte Anfeindungen sichern durch 25 % Landesanteil an tatsächlichen Personalkosten; dafür Aufwuchs des Landesjugendplans um ca. 7,8 Mio. Euro ab 2027.
  • Kulturelle Kinder- und Jugendbildung stärken: Fördersituation verbessern und regionale Netzwerke aus Jugend, Kultur und Bildung fördern; Programme wie „Tolerantes Brandenburg“ erhalten.
  • Pädagogischen Jugend(medien)schutz ausbauen: Beratungs- und Fortbildungsangebote sowie lokale Netzwerke stärken (u. a. § 15 Jugendmedienschutz BbgKJG).
  • Digitale Jugendarbeit fördern: Anerkennung und Förderung digitaler Jugendarbeit und Implementierung von digitalen Prozessen zum Beispiel in der Jugendbeteiligung, der Jugendfreizeit und im Jugendaustausch.

Das Aktionsbündnis besteht aus:

Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e. V.
Fachverband Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit Brandenburg e. V.
Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung
Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e. V.
Landesjugendring Brandenburg e. V.
Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Brandenburg e. V.

Der Forderungskatalog und die Forderungen der einzelnen Landesverbände sind online abrufbar.

Quelle: Meldung Landesjugendring Brandenburg (19.02.2026)