Junge Menschen und Jugendkulturen sind in medialen Darstellungen häufig unterrepräsentiert oder auf stereotype Rollen reduziert – auch, weil junge Menschen selbst wenig an Medienproduktion beteiligt werden. Pauschale sowie pauschalisierende Jugendbilder und Vorstellungen von Jugendkulturen prägen die öffentliche Wahrnehmung und verzerren die Realität junger Lebenswelten. Diese Narrative über Jugend haben reale Konsequenzen: Sie beeinflussen politische Entscheidungen, soziale Teilhabe und auch das Selbstbild junger Menschen.
Im Rahmen der Denkwerkstatt Jugendgerechte Medienpolitik haben Expert*innen aus Jugend- und Medienpolitik gemeinsam Impulse für eine vielfältige und partizipative Medienpolitik erarbeitet. Das Empfehlungspapier der Denkwerkstatt greift die zentralen Problemfelder auf und zeigt deutlich: Die Veränderung hin zu diverseren, realistischeren Jugendbildern und differenzierten Wahrnehmungen von Jugendkulturen in Medien ist keine rein medienpolitische Aufgabe. Sie erfordert Bündnisse über Sektorengrenzen hinweg und eine strategische Vermittlung des gesellschaftlichen Mehrwerts komplexerer Darstellungen junger Menschen.
Grundsätze der jugendgerechten Medienproduktion:
- Beteiligung: Räume für Selbstrepräsentation schaffen & Mitgestaltung ermöglichen
- Sichtbarkeit: Jugendinteressen im medialen Mainstream widerspiegeln
- Medienbildung: Meinungsbildung & Medienkompetenz junger Menschen stärken
Jugendbilder diversifizieren & Jugendkulturen sichtbar machen:
- Stigmata auflösen durch Dialog von Politik und Jugend
- Perspektivenvielfalt in Redaktionen schaffen
- Jugendforschung muss die Lebenswelten junger Menschen abbilden, ohne zu polarisieren
Das Papier steht hier zum Download (PDF) bereit.
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Quelle: jugendgerecht.de, 12.05.2026