Von 2023 bis 2026 lud die Arbeitsstelle Eigenständige Jugendpolitik mit neun thematischen Denkwerkstätten zu Austausch, Reflexion und politische Verständigung ein. Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um zentrale Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft gemeinsam zu diskutieren. Ziel war es, die Perspektiven junger Menschen stärker und nachhaltiger in politische und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse einzubringen.
Impulse für die Eigenständige Jugendpolitik
Im Mittelpunkt stand ein handlungsfeldübergreifender Dialog, der unterschiedliche Sichtweisen bewusst zusammenführt. Denn eine zukunftsfähige und jugendgerechte Politik braucht mehr als ressortfokussierte Lösungsansätze: Sie lebt von der Verbindung verschiedener Perspektiven, vom produktiven Austausch und von der Bereitschaft, gemeinsam und strukturell jugendpolitisch zu handeln.
Die Denkwerkstätten waren dabei nicht nur Orte des Gesprächs, sondern auch Räume gemeinsamer Wissensproduktion. Hier wurden Problemfelder identifiziert, Zusammenhänge analysiert und neue Handlungslogiken entwickelt. Aus diesem Prozess sind Thesen, Impulse und Empfehlungen hervorgegangen, die dazu beitragen können, jugendpolitische Anliegen stärker in politischen Entscheidungsprozessen zu verankern.
Eine Einladung zum Weiterdenken
In den neun Denkwerkstätten traten Expert*innen aus verschiedenen Politikfeldern mit Jugendinteressenvertretungen, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in den Dialog. Nach einer Auftaktveranstaltung folgten in der Regel weitere Treffen und Abstimmungen, um gemeinsame Ergebnisse zu erarbeiten und fachliche Impulse zu setzen.
Die Broschüre macht die Ergebnisse dieses intensiven Arbeitsprozesses in Auszügen sichtbar. Sie lädt dazu ein, die entwickelten Impulse weiterzudenken, in unterschiedliche Kontexte zu übertragen und den begonnenen Dialog fortzuführen. Denn eine Eigenständige Jugendpolitik entfaltet ihre Wirkung nur, wenn sie kontinuierlich weiterentwickelt wird im Austausch, im Diskurs und im gemeinsamen politischen Handeln.
Jugend gehört in jede Politik!
In der Broschüre findet sich außerdem das Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ "Jugend gehört in jede Politik!". Das Positionspapier argumentiert für eine konsequente Stärkung der Jugendpolitik als ressortübergreifendes Politikfeld. Ziel einer jugendgerechten Politik muss es sein, die Lebenslagen und Interessen junger Menschen in allen politischen Bereichen systematisch zu berücksichtigen und ihre Mitwirkung als festen Bestandteil politischer Entscheidungsprozesse zu verankern.
Die Übersichten zu den Mitwirkenden aller Denkwerkstätten sowie die ausführlichen Outputs finden sich in der Webübersicht der Denkwerkstätten.
Die Broschüre „Impulse und Erfahrungen: Denkwerkstätten für eine jugendgerechte Politik 2023–2026“ steht kostenlos zum Download bereit.
(Quelle: jugendgerecht.de, 20.10.26)