Der Nationale Radverkehrsplan 3.0 (NRVP) bildet die strategische Grundlage des Bundes zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland und formuliert Ziele für eine sichere, attraktive und klimafreundliche Mobilität bis 2030. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat nun die Zwischenevaluation des NRVP veröffentlicht. Daraus werden fünf zentrale Handlungsfelder abgeleitet, deren konsequente Weiterentwicklung entscheidend für den Erfolg der zweiten Hälfte der NRVP-Laufzeit ist. Eines dieser Felder ist die stärkere Einbindung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie die gezielte Förderung ihrer Radmobilität.
Vielfältige Aspekte müssen berücksichtigt werden
Zu den zentralen Aspekten zählen unter anderem die Relevanz sicherer Wege zu Schule und Ausbildung, gut erreichbarer Freizeit- und Aufenthaltsorte, ausreichend vorhandener und sicherer Fahrradabstellmöglichkeiten, sozial gerechter Zugänge zum Radverkehr sowie eine intensivere Beteiligung junger Menschen an Planungs- und Umsetzungsprozessen. Zudem wird die besondere Rolle von Verkehrssicherheit und subjektivem Sicherheitsempfinden für Kinder und Jugendliche betont.
Die Zwischenevaluation verdeutlicht, dass eine jugendgerechte Radverkehrspolitik kein Randthema ist. Für junge Menschen steht das Fahrrad oft für eigenständige Mobilität, gesellschaftliche Teilhabe sowie den Zugang zu Bildung, Ausbildung, Freizeit und Engagement. Damit sie das Fahrrad im Alltag sicher und selbstverständlich nutzen können, bedarf es einer gut ausgebauten, sicheren und alltagstauglichen Infrastruktur sowie Beteiligungsformaten, die junge Menschen nicht nur als Zielgruppe, sondern als aktive Mitgestaltende einbeziehen.
Die Zwischenevaluation des Nationalen Radverkehrsplans 3.0 ist online auf der Website des BMV abrufbar.
Quellen: Artikel des Bundesministeriums für Verkehr (19.06.2026) & Artikel des Deutschen Bundesjugendrings (22.06.2026)