Jugendministerin Aminata Touré will die Kinder- und Jugendbeteiligung in Schleswig-Holstein weiter stärken. Das Jugendministerium veröffentlicht zeitnah gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung einen Leitfaden zur Gründung von Kinder- und Jugendgremien, um den Prozess einfach und praxisnah zu erklären. Zudem soll bis zum Sommer die Landesstrategie zur Kinder- und Jugendbeteiligung finalisiert werden.
Die Jugendlichen in unserem Land wollen sich einbringen. Manche zieht es dabei schon in jungen Jahren in politische Strukturen – in Parteien, Jugendbeiräte oder Jugendparlamente. Dort übernehmen sie Verantwortung. Das ist keine symbolische Beteiligung, sondern gelebte Demokratie
, sagte Touré im Plenum. Beteiligung ist möglich, wenn Strukturen geschaffen und junge Menschen ernst genommen werden. Wer Jugendbeiräte stärkt, stärkt politische Bildung und investiert in den demokratischen Nachwuchs.
Viele Jugendliche wüssten allerdings nicht, welche Möglichkeiten es gebe oder wie sie einen Jugendbeirat gründen könnten, so die Ministerin. Deshalb werde zeitnah ein entsprechender Leitfaden veröffentlicht. Darüber hinaus soll die Jugendbeteiligung im schulischen Kontext gestärkt und das digitale Informationsangebot zu Jugendbeiräten ausgebaut werden.
Seit 2022 arbeitet das Land zudem an einer jugendpolitischen Strategie für Schleswig-Holstein. In den vergangenen Jahren fand dazu ein breit angelegter Beteiligungsprozess statt. Die Strategie soll im Sommer vorgestellt werden. Touré betonte: Wenn wir Beteiligung wollen, müssen wir sie sichtbar machen. Wenn wir Engagement wollen, müssen wir Wege aufzeigen.
In Schleswig-Holstein wird Kinder- und Jugendbeteiligung bereits vielfältig praktiziert. An den landesweiten Wahlen #LaWa_SH beteiligten sich in diesem Jahr mehr als 50 Kommunen. Außerdem findet jährlich das landesweite Treffen der kommunalen Kinder- und Jugendvertretungen „PartizipAction“ statt, bei dem sich junge Engagierte austauschen und fortbilden.
Quelle: Medieninformation der Landesregierung Schleswig-Holstein: Meldung Landesportal (26.02.2026)