Etwa 110.000 Jugendliche wären von den neuen Plänen von Bundesjugendministerin Karin Prien betroffen, nach denen der Unterhaltsvorschuss künftig nur noch bis zum 16. statt bis zum 18. Geburtstag ausbezahlt werden soll.
Der Zwischenruf der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ macht deutlich: Die Leidtragenden dieser Kürzung wären nicht diejenigen, die ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen, sondern die Jugendlichen und der Elternteil, vor allem Mütter, bei dem sie leben und der bereits die Hauptverantwortung für Betreuung, Erziehung und Alltag trägt.
Mit der geplanten Kürzung wird auch der Druck auf die Kinder- und Jugendhilfe erhöht, deren Angebote insbesondere von jungen Menschen und Familien in Armutslagen genutzt werden. Sie wird noch mehr damit konfrontiert werden, Jugendliche in diesen Lebenslagen zu unterstützen – und dies in einer Zeit, in der politisch viel davon gesprochen wird, die Kinder- und Jugendhilfe in ihrer Aufgabenstruktur zu entlasten.
Den vollständigen Zwischenruf gibt es auf der Website der AGJ.
Quelle: Zwischenruf der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ (28.07.2026)