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(13.08.2026) Der Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe veröffentlicht ein Positionspapier zum Thema Generationengerechtigkeit und fordert, den Stimmen junger Menschen in politischen Debatten mehr Gehör zu verschaffen.

Junger Mensch schaut aufs Meer (Foto: Vija Rindo Pratama via pexels.com) Junger Mensch schaut aufs Meer (Foto: Vija Rindo Pratama via pexels.com)
Junger Mensch schaut aufs Meer (Foto: Vija Rindo Pratama via pexels.com)

Der Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe hat das Positionspapier „Eine Gesellschaft von MORGEN braucht HEUTE gute Rahmenbedingungen für junge Menschen und ihre Familien – Für mehr Generationengerechtigkeit“ veröffentlicht. Kernziel ist es, die Rechtsposition junger Menschen zu stärken, ihre Stimmen hörbar zu machen und ihre Interessen bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft konsequent zu berücksichtigen.

Vielfalt, Unsicherheit und schwindendes Zukunftsvertrauen

Das Papier betont: Die heutige junge Generation ist die vielfältigste, die es je gab. Gleichzeitig teilen viele junge Menschen das Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit besonders in unsicheren Zeiten. Zwar haben zahlreiche Jugendliche positive persönliche Zukunftsaussichten, doch das generelle Vertrauen in die Zukunft ist gesunken. Als Gründe nennt der Verband unter anderem den Klimawandel, globale Fluchtmigration, den Verlust des Friedens in Europa sowie die Nachwirkungen der Pandemie.

Generationengerechtigkeit als Leitprinzip

Die Verbesserung der Lebensumstände junger Menschen und ihrer Familien wird im Positionspapier eng mit dem Prinzip der Generationengerechtigkeit verknüpft. Dieses Prinzip beschreibt eine faire Verteilung von Ressourcen, Rechten und Chancen zwischen verschiedenen Generationen: sowohl innerhalb der gegenwärtig lebenden Bevölkerung (intragenerationell) als auch zwischen heutigen und zukünftigen Generationen (intergenerationell).

Besondere Benachteiligung junger Menschen in einer alternden Gesellschaft

Das Papier weist zudem darauf hin, dass junge Menschen in einer zunehmend alternden Gesellschaft in Deutschland zur Minderheit werden. In der Intersektion mit anderen Diskriminierungsformen erfahren sie besondere Benachteiligungen, etwa in Wohnkontexten, Institutionen sowie bei der politischen, strukturellen und sozialen Teilhabe. Die Überalterung führe außerdem dazu, dass junge Menschen in öffentlichen Auseinandersetzungen an den Rand gedrängt oder von Beratungsprozessen ausgeschlossen werden.

Zentrale Forderungen des Positionspapiers

Um die Stimmen von Kindern und Jugendlichen in politischen Debatten nachhaltig zu stärken, formuliert der Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe folgende Forderungen:

  • Rechte absichern!
  • Armut bekämpfen und soziale Sicherung zukunftsfähig gestalten!
  • Chancengerechtigkeit für alle fördern!
  • Partizipation und politische Beteiligung sicherstellen!
  • Rahmenbedingungen schaffen, damit Beteiligung in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe umfassend ermöglicht werden kann!
  • Finanzierung von Nachhaltigkeit gewährleisten!

Das vollständige Positionspapier "Eine Gesellschaft von MORGEN braucht HEUTE gute Rahmenbedingungen für junge Menschen und ihre Familien - Für mehr Generationengerechtigkeit" (PDF) steht auf der Website des Bundesverbands Caritas Kinder- und Jugendhilfe bereit.

Quelle: Positionspapier Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe (23.05.2025)