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Home > Eigenständige JugendpolitikHessische Enquetekommission thematisiert digitale Lebenswelt

(13.08.2026) Bei einer Anhörung der Enquetekommission Jugendbeteiligung im Hessischen Landtag gaben Jugendliche Einblicke in ihre digitale Lebenswelt und stellten Wünsche und Ideen vor, wie eine stärkere Beteiligung junger Menschen gelingen könnte.

Fassade des Stadtschlosses Wiesbaden, das heute den Hessischen Landtag beherbergt (Pressebild Hessischer Landtag) Fassade des Stadtschlosses Wiesbaden, das heute den Hessischen Landtag beherbergt (Pressebild Hessischer Landtag)
Fassade des Stadtschlosses Wiesbaden, das heute den Hessischen Landtag beherbergt (Pressebild Hessischer Landtag)

Bereits 2024 hat der Hessische Landtag die Einrichtung der Enquetekommission „Demokratie und Teilhabe leben – Beteiligung junger Menschen stärken“ beschlossen. In ihrer Anhörungsreihe beschäftigt sich die Kommission mit der Frage, welche Möglichkeiten der Mitsprache Kinder und Jugendliche in Hessen gegenwärtig haben und wie diese künftig besser ausgestaltet werden können. In vorangegangenen Sitzungen ging es unter anderem um die rechtlichen Grundlagen und die psychologischen Voraussetzungen von Jugendbeteiligung.

Jugendliche berichten Enquetekommission

Welche politischen Themen Jugendlichen im Netz begegnen, was ihnen Sorge bereitet und auf welche Weise sie in demokratische Prozesse eingebunden werden möchten, darüber haben sich in der 16. Sitzung der Enquetekommission „Demokratie und Teilhabe leben – Beteiligung junger Menschen stärken“ am 3. Juni neun 16- bis 18-Jährige mit Abgeordneten ausgetauscht.

In Gruppen hatten die Jugendlichen zuvor ihre Erfahrungen zu fünf Themenblöcken ausgetauscht und präsentierten in der Sitzung dann stellvertretend den Mitgliedern der Kommission unter dem Vorsitz von Cirsten Kunz-Strueder (SPD) die gemeinsam erarbeiteten Positionen und Wünsche. Unterstützt wurden sie dabei von Miriam Zeleke, Hessische Landesbeauftragte für Kinder- und Jugendrechte.

Meinung und Hetze

„Schaffen Sie Räume, in denen wir nicht nur gehört werden, sondern auch geschützt sind“, lautete der Appell von Ilan und Vincent. Die beiden hatten sich in ihrer Gruppe damit befasst, wie politische Meinungsbildung von Jugendlichen im Netz abläuft. Ihr Fazit: Die Grenze zwischen Meinung und Hetze verschwimmt oft. Hass werde häufig als Meinungsfreiheit deklariert.

Transparenz und Partizipation in digitalen Lebenswelten

„Jugendliche fühlen sich nicht ausreichend berücksichtigt“, gaben Nina (12. Klasse) und Lucas (10. Klasse) zu bedenken. Digitale Beteiligungsangebote sollten aus ihrer Sicht einfach zugänglich und verständlich sein. Am wichtigsten sei jedoch, Transparenz über die Ergebnisse zu schaffen und eine Rückmeldung zur eigenen Beteiligung zu erhalten.

Der vollständige Bericht zur Anhörung sowie weitere Informationen zur Enquetekommission Jugendbeteiligung im Hessischen Landtag sind auf der Website des Hessischen Landtags abrufbar.

Quelle: Hessischer Landtag (03.06.2026)